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Schuleingangsstufe

Leitung: Salome Kühlein

Bereichsleiterin Mathematik, Religion und Schuleingangsstufe


Die Leistung der Schuleingangsstufe besteht darin, für alle Schülerinnen und Schüler eine positive ausbaufähige Lernbiographie grundzulegen. Aktuellen Studien zufolge unterscheiden sich Kinder in einem 1. Schuljahr in ihrem Entwicklungsalter in der Regel um mindestens 3 Jahre. Dies weist der Kinderarzt und Psychologe Remo H. Largo eindrücklich nach und fordert gleichzeitig, dass sich eine gute Schule am einzelnen Kind und seiner Entwicklung orientieren muss. Für den Unterricht in der Schuleingangsstufe gilt diese Forderung in besonderem Maße. Kinder benötigen entwicklungsgerechte Erfahrungen, um ein stabiles Selbstkonzept entwickeln zu können. Da sowohl Unter- als auch Überforderung die Lernfreude und Lernmotivation nachweislich beeinträchtigen, richtet die Schuleingangsstufe den Blick deshalb auf die besondere Motivationslage der Kinder bei der Einschulung, ihre Neugierde, ihre Freude am Lernen und Entdecken, sowie auf pädagogische und didaktische Überlegungen, die helfen, diese wichtigen Lernvoraussetzungen zu erhalten und Kinder ihrem individuellen Entwicklungsstand entsprechend zu fördern. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Heterogenität steht deshalb im Zentrum der Ausbildung im Feld Schuleingangsstufe.

Des Weiteren kommt der Gestaltung eines kindgerechten Übergangs vom Elementar- in den Primarbereich im Rahmen der Ausbildung eine besondere Rolle zu. Studien belegen, dass die meisten Kooperationsmaßnahmen von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen ausbaufähig sind. Es ist dringend erforderlich, dass beide am Übergang beteiligten Institutionen um den jeweils anderen Bildungsauftrag wissen, die Arbeit der Fachkräfte kennen sowie wertschätzen und eng verzahnt miteinander kooperieren. Hierzu werden von den Lehrkräften entsprechende Kenntnisse und Praxiserfahrungen benötigt. Diese sollen im Rahmen der Ausbildung im Feld Schuleingangsstufe vermittelt werden.

Im Rahmen der Ausbildung setzen sich die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter mit Bedingungen und Konzepten eines kindgerechten Übergangs vom Elementar- in den Primarbereich auseinander und entwickeln Kompetenzen, um Unterricht in einer anregungsreichen Lernumgebung so zu gestalten und zu organisieren, dass der Heterogenität der Lerngruppe und damit den individuellen Entwicklungsunterschieden der Kinder verantwortungsvoll begegnet wird.

Ausbildungsstruktur

Entsprechend der Vorgaben der GPO II (§12) sowie der Ausbildungsstandards ist der Ausbildung in der Schuleingangsstufe ein besonders ausgewiesenes Ausbildungsfeld mit eigenständigen Standards zugeordnet. Gleichzeitig ist die Ausbildung im Feld Schuleingangsstufe Teil einer aufeinander abgestimmten Ausbildung der Bereiche Pädagogik und Inklusion sowie der Fachdidaktiken. Sie umfasst insgesamt 20 Ausbildungsstunden, die sowohl Pflicht- als auch Wahlangebote beinhalten.

Salome Kühlein

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